Microsoft Consent Mode für Clarity und Microsoft Ads

Seit dem 31. Oktober 2025 kennt Microsoft keinen Spaß mehr bei Consent Signalen

Der Microsoft Ads und Clarity Consent Last call zum 31. Oktober 2025

Bereits seit Q2 2025 gingen eine Reihe von E-Mails von Microsoft für die Services Clarity und Ads herum. Die simple Nachricht: Jetzt Microsoft Consent Signale implementieren oder es gibt ab November 2025 kein Tracking – oder im Fall von Clarity – kein Service mehr. Die letzte Nachricht vom Ende 27.10.2025 las sich dabei wie folgt:

Engl.

Last call: Cookie Consent Requirements for thebigc-agency.​de by October 31st

Dear Customer,

As communicated earlier, the final phase of cookie consent enforcement for traffic from the European region (EEA, UK, and Switzerland) will take place on October 31, 2025.

To ensure uninterrupted data collection and full functionality of Clarity features, please make sure an explicit consent signal is sent to Clarity using one of the supported methods before this date.

Microsoft Consent Mode last call

So kommst du an die begehrten Consent Signale für deine Tags

Die beruhigende Nachricht erstmal vorweg: thebigc-agency.de und thebigc-agency.eu hat die entsprechenden Consent Signale natürlich weit vor der Deadline implementiert. Viele der Microsoft E-Mails vor dem Stichtag waren eher breite Legal-Compliance und Angstmache. Don’t get me wrong: Microsoft hat so viele neue Kundendialoge geöffnet, obwohl Kunden sich keine Sorge mehr machen mussten. Also: Danke dafür.

Auf diesen Wegen bekommst du die Microsoft Consent Signale für deine Tags problemlos:

#1 Consent Software (CMP) deiner Wahl

Die gängigen Consent Software Anbieter bzw. Consent Management Platforms (CMP) bieten Microsoft Consent Mode „out of the box“ an. D.h. vor der Einwillung zur entsprechenden Ads- oder Clarity-Kategorie werden die entsprechenden Default-Consent-Signale in die uetq-Variable gepusht und das uetq-Consent-Update-Signal folgt nach Einwilligung zur entsprechenden Kategorie oder zum entsprechenden Service.

Wichtiger Punkt allerdings: Es müssen Microsoft Standard-Templates wie für Clarity oder Ads im Consent Manager hinterlegt werden. D.h. das Banner muss wissen, dass die Consent Werte bedient werden müssen.

Consent Overlay Microsoft Clarity

#2 GTM Consent Template

Wer die Consent Signale (sowohl für Google als auch für Microsoft) lieber selber im Google Tag Manager regelt (z.B. weil das Consent Banner nur ein DataLayer-Push-Hülle ist) , für den gibt es auch einen passenden Workaround. Das Community Template

Consent Mode (Google + Microsoft tags) von Simo Ahava

kann die Consent-Infos für Microsoft und Google auf Basis deiner eigenen Konfiguration bereitstellen.

Das Tag Template wird über den normalen „Community Template“ Weg im Container installiert.

Consent Mode (Google + Microsoft tags) von Simo Ahava

Und die Option „Microsoft auch“ kann mit einer einfachen Checkbox-Auswahl hinterlegt werden.

Enable Microsoft Consent Mode (Clarity + Bing)

Heißt es mittlerweile eigentlich noch „Bing“?

#3 Custom Skripte und Consent Lösungen

Ja, es gibt sie noch: Menschen, die im Jahr 2025 ihren eigenen Consent-Layer programmieren! Auch für euch – wenn auch nicht euphorisch – gibt es hier auch noch die Anleitung zur Bereitstellung der Microsoft Consent Mode Infos. Egal, ob hardcoded oder via Tag Manager.

Es muss dieses Tag ausgeführt werden, ehe noch überhaupt irgendwas auf der Seite passiert und insbesondere bevor Microsoft Tags ihre Arbeit beginnen.
(bitte auch beachten, dass das „denied“ hardcoded ist – das ist die Empfehlung von Microsoft)

<script>
// Set default Microsoft Consent
window.uetq = window.uetq || [];
window.uetq.push('consent', 'default', {
    'ad_storage': 'denied'
    });
</script>

Wenn dann ein positiver Consent für Microsoft-Produkte oder Vermarktungstechnologien ausgesprochen wird, dann kann dieses Tag gefeuert werden. Aber erst nach der Entscheidung.
(Hier ist das „granted“ auch hardcoded. Das kann man so lassen, oder eine entsprechend variable zum Rendering verwenden. Man beachte allerdings: true oder false wird hier nicht funktioneren.)

<script>
window.uetq = window.uetq || [];
window.uetq.push('consent', 'update', {
    'ad_storage': 'granted'
    });
</script>

So prüfst du den Microsoft Consent Status deiner und anderer Websites

Den Consent-Status einer Session auf deiner Website abzufragen ist dabei ganz einfach. Tatsächlich kannst du das Ganze nicht für deine Website, sondern für nahezu alle Websites da draußen machen. Öffne deine dazu das „Console“ Tab der Inspektions-Tools deines Browser und tippe den folgenden Befehl ein:

window.uetq.uetConfig

und drücke auf Enter.

window.uetq.uetConfig

Öffne das angezeigte Object und suche nach dem consent-Objekt.

Wenn du hier Informationen zum Attribut für „adStorageAllowed“ findest, die mit deiner Consent-Entscheidung zusammenpassen, dann läuft alles wie geplant.

Ob deine Implementierung korrekt ist, kannst du an folgenden Schritten ausmachen:

  1. Wenn der Befehl window.uetq.uetConfig zu keinem Zeitpunkt ein brauchbares Objekt produziert, hast du ein schwerwiegendes Problem.
  2. Wenn das Objekt vor der Einwilligung über das Consent Overlay bereits „adStorageAllowed: true“ anzeigt, bist du nicht Consent-konform.
  3. Wenn das Objekt nach dem Consent Overlay und der expliziten Einwilligung immer noch „adStorageAllowed: false“ anzeigt, passen deine Signale im CMP und/oder GTM nicht und es wird nicht vernünftig aufgezeichnet.
GA4 Beratung

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